Kickboxen

Kickboxen ist eine Weiterentwicklung aus den traditionellen Kampfarten, die weit über die Gepflogenheiten der alten Systeme hinausgeht und zum Ziel hat, ein freies, unabhängiges und echt sportliches, weltweites und gleichberechtigtes Wettkampfsystem zu verwirklichen.
Der Trainingsablauf im Kickboxen gliedert sich in einen gymnastischen Aufwärmteil, mit anschließendem Techniktraining und einen Abschluss, der meist noch ein mal so richtig anstrengend wird. (Dies variiert je nach Trainer)
Die Härte im Training ist abhängig vom Trainingsstand und von der jeweiligen Absprache mit dem Trainingspartner. Das geht von : "lass uns mal ruhig machen" bis "los, wir geben es uns heute richtig".
Allgemein kann man sagen, dass das Training konditionell sehr fordernd ist und wirklich viel geschwitzt wird.
Gelehrt werden Schlag und Tritttechniken, die im Einzel- und Partnertraining eingeübt werden, bis man sie im Kampf nach sportlichen Regeln anwenden kann.
Kick-Boxen ist ein Wettkampfsport, der nicht in erster Linie auf Selbstverteidigung ausgerichtet ist. Diese wird jedoch ergänzend gelehrt und ist Bestandteil der Prüfungen.
Es besteht im Kickboxen keinerlei Pflicht oder Notwendigkeit an Prüfungen oder Wettkämpfen teilzunehmen.
Geschichte
Die Kampfsportdisziplin Kick-Boxen entstand Anfang der 70iger Jahre in den USA aus der fernöstlichen Kampfkunst Karate. Angeregt durch die Eastern-Welle und den Bruce Lee Filmen suchte man nach einem neuen, realistischen Kampfstil.
Techniken ohne jeden Körperkontakt ausgeführt, von denen man behauptet, dass sie im Ernstfall für den Gegner schwere Folgen haben könnte, entsprach dabei nicht ganz der westlichen Mentalität. Die fernöstlichen Philosophien wurden aussen vor gelassen. Man entwickelte Schutzausrüstungen für Hände und Füsse und übte sich im Leicht- und Vollkontakt „Sportkarate“.
Während sich das „Leicht- (Semi-) Kontakt stets mit dem Sportkarate verbunden blieb, entwickelte sich das Vollkontakt ähnlich wie der Boxsport.
Neuzeit
Die ersten professionellen ausgetragenen Kämpfe, sowie wöchentliche Fernsehübertragungen ließen nicht lange auf sich warten.
Erstmals im Jahre 1974 kam das Kick-Boxen nach Deutschland. Die ersten Europameisterschaften im Kickboxen fanden in der Deutschlandhalle 1975 statt. Kontinuierlich folgte eine beständige Entwicklung in Deutschland und in ganz Europa, zunächst auf Amateurbasis und dann auf Profibasis.
