Pencak Silat
Der Name Pencak-Silat spiegelt zwei Aspekte dieser Kampfkunst wieder, welche untrennbar miteinander verbunden sind.
Pencak bedeutet: kunstvolle Körperbewegung und kennzeichnet die Techniken und Bewegungsformen, während
Silat: kämpfen, also die Anwendung von Pencak im (Wett-) Kampf bezeichnet.
Die allgemein übliche Übersetzung von Pencak-Silat lautet daher "Kunstvolles Kämpfen".
Die Basis des Silat - Trainings
bilden die" Jurus ". Hier geht es darum, die fundamentalen Techniken von Grund auf zu lernen. Der Schüler lernt nicht nur die einzelnen Stellungen und den Bewegungsablauf von einer Position in eine andere, sondern auch den Gebrauch seiner natürlichen anatomischen Waffen
Er übt das Schlagen, Stoßen, Abwehren und Blocken mit den Armen, sowie mit den Beinen, Knien, Füßen. All dies wird allein oder mit einem Partner geübt. Partnerübungen werden sorgfältig kontrolliert, damit keine Verletzungen entstehen können.
Mit dem Ausbildungsstand sollen nach und nach folgende Fähigkeiten entwickelt werden:
- größtmögliche technische Präzision
- größte Schnelligkeit im Ausweichen und Gegenangriff
- unfehlbare Reaktion in jeder Notsituation
- körperliche Stärke, Ausdauer, Geduld, innere Ruhe
Ursprung
Die malaiischen Völker, die heute Indonesien, Malaysia, Singapur und die südlichsten Gebiete der Gebiete der Philippinen und Thailands bewohnen, betrachten die Silat-Kampfkunst als ihre ureigenste Schöpfung und haben diese auch Jahrhunderte lang sorgfältig gegenüber Ausländern gehütet.
Erst 1985 wurde der Internationale Pencak-Silat Verband (Persilat) gegründet.
Pencak-Silat ist nicht nur Kampfsport, schon gar kein Kampftraining - es bietet die Möglichkeit, effektive Selbstverteidigung mit gesunder Gymnastik und Atemtechnik zu verbinden.
Die Kunst zu lernen und zu verstehen, daß die Gesundheit und der sportlich-künstlerische Aspekt weit über banaler Kampflust stehen.
