Taekwon-Do

Allgemeines

Taekwon-Do ist ein koreanischer Kampfsport, bei dem Arme und Beine mittels Schlägen und Tritten zur Abwehr und für den Angriff eingesetzt werden.

Im Koreanischen bedeutet:

Tae - im Sprung treten, kennzeichnend für die Beintechniken
Kwon - Faust, weist auf die Handtechniken hin
Do - Weg, kennzeichnet den körperlichen und geistigen Reifeprozeß

Der wesentliche Unterschied zu anderen asiatischen Kampfsportarten besteht darin, daß die Beintechniken bevorzugt werden.
Hohe Sprünge, "eingesprungene" Techniken, Dreh- und Seitswärts-Fußstöße die mit "Anlauf" genommen werden, gehören hier ins Trainingsprogramm.
Ferner kommt noch die Besonderheit der Bruchtests hinzu.
Der Bruchtest wird nicht gezielt geübt, sondern ergibt sich aus dem Training. Es besteht darin die Absicht, mit dem Geist die Materie zu besiegen. Möglich ist das nur bei völliger Körperbeherrschung.

Somit ist es Ziel des Trainings, die Kluft zwischen Geist und Körper zu schließen - damit Technik und Können nicht zum Kraftakt, sondern zum Erfolg führen.

Geschichte

Den Ursprung des Taekwon-Do findet sich in der Geschichte schon in der Zeit um Christi Geburt. Die frühe Form nannte sich
" Subak".

Korea war damals in drei Reiche aufgeteilt. In dem kleinsten Reich wurde dieser waffenlose Kampf entwickelt. Die friedliche Zusammenführung der drei Reiche ließ diese Verteidigungstechnik ins Vergessen geraten.

Als 1945 die japanischen Besetzer Korea verließen, gewann Taekwon-Do wieder an Bedeutung.

Für Militär und Polizei in Korea ist Taekwon-Do heute ein Pflichtsport geworden.
In unermüdlicher Arbeit brachten dann koreanische Lehrer und deren Schüler im Jahre 1965 Taekwon-Do nach Deutschland.

Taekwon-Do hat durch seine Bedeutung für die Gesundheit und für die körperliche und geistige Schulung einen bedeutenden Stellenwert für den Volkssport.

Einen Höhepunkt in der Entwicklung hat sicherlich die Aufnahme zu den olympischen Sportarten markiert.