Bericht zum Preußen Cup

Zum Preußen-Cup

Der 7. Juni 2008 war gekommen, und vier Sportschüler Grossmanns begaben sich gemeinsam und mit prallgefüllten Sporttaschen nach Marzahn. An diesem Samstag nämlich war es Zeit für ein Turnier, für den vierten Preußen-Cup, ein Submission Grappling Turnier. In diesem Kampfsystem gibt es keine Schlag- und Tritttechiken und keine Punktvergabe, es wird im Stand begonnen und im Bodenkampf gekämpft, bis es zur Aufgabe kommt. Allerdings ist die erste Runde auf sieben, die zweite auf zwei Minuten begrenzt.
So lange dauerte es aber in den wenigsten Fällen. Nachdem alle gewogen und in der gewünschten Gewichtsklasse gelandet waren, war als erster von uns Marvin dran. Angefeuert von den anderen drei Kämpfern sowie einiger Zuschauer aus der Sportschule Grossmann  besiegte er seinen ersten Gegner sehr schnell und schön mit einem knallharten Triangolo. Auch sein zweiter Gegner hatte unter dem Triangolo zu leiden und musste abklopfen. Und schwupps, schon was Marvin im Finale.
Die Finalkämpfe allerdings fanden erst am Ende des Tages statt, also begann nun die Zeit des Wartens. Diese wurde allerdings durch Bettinas Kämpfe überbrückt. Als erstes kämpfte sie gegen eine Frau, die sich im Nachhinein als Schwarzgurtträgerin im Judo herausstellte – Bettina brauchte jedoch nur 1:20 min, um ihre Gegnerin zur Aufgabe zu zwingen – widerum per Triangolo. Dies schien die dominierende Technik des Wochenendes zu sein.
Bettinas zweiter Kampf war sehr viel länger als der erste. Ihre Gegnerin und sie rangen fast sechs Minuten miteinander, bis Bettina in einen Armstreckhebel geriet und abklopfen musste. Ihren dritten Kampf dagegen konnte Bettina dominieren: Nachdem sie sich aus der Guard ihrer Gegnerin befreit hatte und selbst die Guard eingenommen hatte, schloss sie per Armstreckhebel ab.
Das war Bettinas letzter Kampf gewesen. In der Zwischenzeit war auch Adrian auf die Matte gerufen worden. Leider verliefen seine Kämpfe nicht so erfolgreich wie erhofft. Nachdem er seinen Gegner lange kontrolliert hatte, wurde er zur Aufgabe gezwungen. Adrians zweiter Kampf verlief ähnlich, sodass das Turnier für ihn leider an diesem Punkt vorbei war.
Als letzter von allen war Kevin an der Reihe. Seinen ersten Kampf verlor er unglücklich, seinen zweiten Gegner konnte er durch angewandte Bodentechniken in einen Armhebel zwingen, sodass Kevin im Rennen blieb und wieder gegen seinen ersten Gegner kämpfen musste. Dieses Mal gelang es ihm, den Kampf zu gewinnen! Wieder war es ein Armstreckhebel, der den Sieg brachte. In Kevins nächstem Kampf, dem Qualifikationskampf fürs Halbfinale seiner Gewichtsklasse, unterlag er allerdings dem späteren Vizemeister.
Zum Abschluss musste Marvin noch einmal ran. Mit seinem einige Kilo schwererer Gegner hatte er so seine Probleme, sodass es am Schluss nur für den zweiten Platz reichte.
So ging ein interessantes und spannendes Turnier zu Ende, das durchweg von fairem Sport und Spaß am Wettkampf geprägt war. Zwei Silbermedaillen nahmen die Sportler mit nach Hause, zusammen mit dem Bestreben, im nächsten Jahr wieder anzutreten und mehr abzuräumen.

Meinungen zum Preußen-Cup 2008:

Bettina: „Dieses Wettkampfsystem gefällt mir sehr: Kein Schlagen und Treten, Sieg nur durch Aufgabe. Ich hatte vorher Bedenken, ob ich mir den richtigen Wettkampf für mein erstes Turnier ausgesucht hatte, und jetzt habe ich eine Silbermedaille um den Hals. Nächstes Mal will ich Gold!“

Tobi: „150 Proleten, die sich alle gern haben – herrlich.“